Seinem schlechten Ruf zum Trotz ist Medellin, die zweitgrößte Stadt
Kolumbiens,
nicht mehr so ein gefährliches Pflaster wie vor ein paar Jahren.
In einer Ebene zwischen den Anden, auf einer Höhe
von etwa 1500 Metern, liegt die 1675 gegründete Hauptstadt
von Antioquia. Antioquia ist keine, offiziell anerkannte, eigenständige
Verwaltungsregion, sondern sich aus mehreren Regionen zusammen.
Seit Pablo Escobar (der mächtige Drogenboss des Medellinkartells) 1993 von Regierungstruppen erschossen wurde, hat das organisierte Verbechen an Macht verloren; die Kontrolle des öffentlichen Lebens liegt wieder in den Händen des Staats.
Die Stadt liegt im Herzen der Kaffeeanbaugebiete, produziert
eins der Hauptexportgüter Kolumbiens, ist aber auch das Zentrum
der Textilproduktion.
Orchideen sind ein weiteres Aushängeschild von Medellin und
die botanischen Gärten sind weithin bekannt und geschätzt.
Der Einfluß der Kolonialzeit spiegelt sich natürlich
auch hier in der Architektur großer Bauwerke wie der Kathedrale.
Das Museum von Antioquia bietet reichlich Möglichkeiten
sich mit der Kultur der Umgebung und des Landes vertraut zu machen.
Zu Ehren des Maler's Fernando Botero wurde das Botero Museum in
seiner Heimatstadt errichtet.
Die Bilder des modernen Malers sind inzwischen weltweit anerkannt
und sein Stil Figuren "aufzublasen" bzw. dick zu malen
wird geschätzt.